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Verkehrssanierung Aarwangen - Langenthal Nord

Der Name hat mehrmals gewechselt, die Grundidee des Projekts war jedoch immer dieselbe. Die Region Oberaargau soll eine bessere Anbindung zum Nationalstrassennetz erhalten und die Verkehrssicherheit soll erhöht werden. Kaum ein Projekt hat unsere Region in den letzten Jahrzehnten derart beschäftigt wie dieses.

Ausgehend vom politschen Auftrag (Grossratsbeschluss vom 05.09.2012) wurden durch den Kanton zur Verkehrssanierung Aarwangen - Langenthal Nord (VSALN) zwei Vorprojekte (Varianten) ausgearbeitet, bewertet und einander gegenübergestellt:

Die Variante «Umfahrung» sieht für den Raum Aarwangen - Langenthal Nord eine neue zweispurige, 3,6 Kilometer lange Kantonsstrasse vor, auf der ausschliesslich Autos und Lastwagen verkehren sollen. Sie zweigt nördlich von Aarwangen von der Jurastrasse ab, quert auf einer 470 Meter langen Brücke die Aare und verschwindet in einem 500 Meter langen Tunnel unter dem Spichigwald. Bei Bützberg mündet sie in die Kantonsstrasse Bern - Langenthal. Ergänzend wird in Aarwangen die Ortsdurchfahrt angepasst. Vorgesehen sind namentlich neue Rad- und Gehwege sowie zwei Geleise für die Bahn (Bipperlisi) im Zentrum.

Die Variante «Null+» setzt auf die Verbesserung des bestehenden Strassenraums. Geplant sind insbesondere neue Radstreifen nördlich und südlich der Aare sowie neue Ampelanlagen bei der Einmündung der Schwarzhäusernstrasse und dem heutigen Kreisel Hard. Der Strassenraum im erweiterten Zentrum von Aarwangen wird neu aufgeteilt. Die Bahn soll zweispurig im Mischverkehr fahren, Mittelzonen und Mittelinseln erleichtern das Abbiegen bzw. das Queren der Strasse.

Grundsätzlich sind beide Varianten taugliche Lösungsansätze. Beide Varianten führen in unterschiedlichem Ausmass zu einer Verflüssigung des Individualverkehrs und auch zu Verbesserungen beim öV sowie beim Langsamverkehr. Die Vorteile der beiden Varianten liegen in unterschiedlichen Bereichen. Während die Varianten «Umfahrungen» vor allem das bestehende Strassennetz und die Anwohnerinnen und Anwohner entlasten sowie Reisezeitgewinne ermöglichen und mehr Sicherheit bieten, liegen die hauptsächlichen Vorteile der Varianten «Null+» bei den tieferen Kosten und der geringeren Belastung der Umwelt.

Die Gesamtkosten der Variante «Umfahrung» im Raum Aarwangen - Langenthal Nord belaufen sich auf rund 136 Millionen Franken. Die Variante «Null+» kostet rund 44 Millionen Franken. Finanziert werden sollen beide Projekte einerseits aus dem Fonds zur Abdeckung der Investitionsspitzen und anderseits mit den ordentlichen Budgetmitteln des Kantons. Dazu werden Bundesmittel erwartet.

Beide Vorprojekte gelangten vom 15. Oktober 2015 bis 13. November 2015 in die öffentliche Mitwirkung. Mit rund 1'300 Mitwirkungseingaben haben sich zahlreiche Personen und Organisationen an der Mitwirkung beteilgt. Davon favorisierten 83 Prozent die Umfahrungslösung. Der Mitwirkungsbericht wurde nun am 31. März 2016 durch Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer präsentiert.

Basierend auf dem Mitwirkungsbericht hat die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion BVE, entschieden die Verkehrssanierung Aarwangen - Langenthal Nord mit der Variante Umfahrung zu realisieren. Als nächstes wird der Regierungsrat dem Grossen Rat einen Kredit für die Projektierung des Bauvorhabens beantragen. Das Kantonsparlament wird darüber voraussichtlich in der Septembersession 2016 befinden. Mit einer Realisierung des Projekts kann voraussichtlich ab 2022 begonnen werden.


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